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Anette in den Rapids


Chilikadrotna- und Mulchatna River
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Am nächsten Tag ging es zunächst über eine seenartige Erweiterung auf ruhigem Wasser weiter bis der Chilikadrotna wieder eng und schnell wurde.
Viele große Felsen lagen im Fluss, über denen das Wasser nur so hinwegschoss. Stehende Wellen von einem halben Meter gehörten dazu, ebenso wie zahlreiche Sweeper an der unterspülten Uferböschung. Tagelang mussten wir höllisch aufpassen, da auch 40 Kilometer unterhalb der Twin Lakes die Strömung immer noch gewaltig war und kaum Zeit zum reagieren ließ. Einige Stellen treidelten wir lieber ab, andere umtrugen wir, auch wenn wir so nur sehr langsam vorwärts kamen.

In einer tückischen Kurve wartete wieder ein Sweeper auf uns. Mit einer Seilfähre rückwärts hatte ich es gerade noch geschafft, heil daran vorbeizukommen. Anette hatte weniger Glück, lief auf und kenterte. Sie wurde aus dem Boot gefegt und fast hundert Meter weit flussab gespült, bis sie sich an einer Kiesbank entnervt ans Ufer retten konnte. Das Boot konnten wir ebenfalls bergen. Den Rest des Tages trockneten wir unsere Sachen an einem großen Lagerfeuer.

Etwa 8 km oberhalb des Little Mulchatna River warteten dann Stromschnellen der Klasse III auf uns. Wir waren vorsichtig geworden, treidelten, wo immer es ging, die Boote stromab oder trugen sie durch den Uferwald, bis das Paddeln wieder sicher wurde. In der Literatur wird diese Stromschnelle immer 8 km stromab des Little Mulchatna beschrieben, aber das ist einfach nur falsch. Sie ist definitiv oberhalb!

Unterhalb des Little Mulchatna River wird der Fluss ruhiger, auch wenn er immer noch sehr schnell ist. Am siebten Tag erreichten wir den Mulchatna River der stellenweise mehr als hundert Meter breit ist. Die folgenden 250 km auf dem Mulchatna- und Nushagak River bis nach New Stuyahok konnten wir in 5 gemütlichen Tagen zurücklegen. Und die Regenbogenforellen die wir unterwegs dort fingen, entschädigten uns etwas für die vielen unfreiwilligen Bäder der letzten Tage.

 

Sweeper am Chilikadrotna
Umtragen der gefährlichsten Stellen
Regenbogenforellen
Unterwegs am Mulchatna River
Am Mulchatna gings ruhig weiter