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Mit dem Kanu auf dem Inarisee, Seite 1 von 4 [zurück][weiter][1][2][3][4]
Allgemeines
Der Inarisee (Inarijärvi) ist mit etwa 1150kqm Fläche der
größte See Lapplands. Über 3000 Inseln (finnisch:
Saari) zeigen, dass der felsige Seegrund oft nah ist. Seit 1945 staut
Rußland den Abfluss des Inarisees im Südosten auf. Der
Pegel schwankt aber meist nur um max. einen Meter.
Der klare Inarisee ist kalt (auch im Spätsommer meist nicht über
15°C). Bei seiner Lage um 69° nördlicher Breite bedeckt
ihn oft bis in den Juni hinein Eis.
Eine 1:100 000er Karte des Inarijärvi (ISBN 951-593-312-9) hat
uns während unserer 16tägigen Paddeltour (Detailkarte)
Anfang Juli 2003 gute Dienste geleistet.
Bootsvermietung
Etliche Anbieter
vermieten Kanus. Pentti Kangasniemi von Uriniemi Camping, etwa 3
km südlich von Inari, vermietete uns für drei Wochen einen
Kanadier für günstige 255 Euro. Dort kann man auch am
Tag vor und nach der Tour kleine Cabins mieten (17 Euro/Tag).
Gefahren
Der Inarisee ist fast überall flach. Gefahr lauert bei langen
Passagen über freie Flächen durch Wind, der unvermittelt
auch bei schönem Wetter auftreten und Wellen beträchtlicher
Höhe aufwerfen kann.
An
Land
In Inari lohnt sich ein Besuch im hochmodernen Samenmuseum Siida
in Inari, das vom Leben der Samen seit 9000 Jahren erzählt.
Das älteste Gebäude Lapplands, eine Holzkirche, steht
6km nordöstlich von Inari. Ein Fußweg führt vom
Museum zu ihr.
Tourenverlauf
Nach unserer Ankunft mit der Finair in Ivalo brachte uns ein Taxi
für 56 Euro zu Uriniemi-Camping bei Inari. Lebensmittel etc.
erwarben wir im günstigen Supermarkt in der Nähe des Samenmuseums
und im Siida-Museum die Angellizenz (Kosten gesamt für 2 Personen/Jahr:
75 Euro). Mittags starteten wir mit unserem gut 5,5 m langen Alu-Kanadier
in Richtung Ukko, der alten Opferinsel. Sie liegt etwa 10km östlich
von Inari und ragt mit bis zu 30 Meter hohen, steilen Felsflanken
wie ein Guglhupf auf. Zu den archäologischen Funden gehört
neben Knochenresten ein bedeutender, über tausend Jahre alter
Silberschmuck.
Mittlerweile hat Ukko einen Anlegesteg für Touristenschiffe,
Holzstege und Informationstafeln; aber dennoch waren wir allein.
Wir genossen die einmalige Weitsicht von Ukko über das Gewirr
zahlloser grüner Inseltupfen im tiefblauen Inarisee: Graue
Felsbrocken trennen Kiefern und Birken vom Wasser. Den Boden der
lichten Kiefernwälder größerer Inseln bedeckt eine
dünne Humusschicht, die federnde, üppige Polster aus Moos,
Gräsern, Krähenbeeren, Moltebeeren und andere Kleinsträucher
nährt.
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