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Tanana-River [Seite 2 von 2] [zurück]
Unmittelbar
am Ortsende von Nenana mündet von links der gleichnamige Fluss
in den Tanana, und weitere 80 km später vereint der Kantishna
River seine grauen Fluten mit denen des Tanana. 130 km weiter zweigt
rechts die klare Manley Hot Springs Slough ab, die zur gleichnamigen
Siedlung führt. Dort kann man sehr gut Hechte angeln!
Inzwischen hatte uns die Rauchwolke eines riesigen Waldbrands bei
Fairbanks eingeholt und blieb uns sechs Tage lang treu. Einziger
Vorteil: die Sonne brannte nicht mehr so stark. Etwa fünf km
nach Zusammenfluss des Tanana mit dem Yukon liegt die Indianersiedlung
Tanana. Im Store kauften wir etwas Verpflegung nach. Alle Indianer
erlebten wir als freundlich.
In weiteren sechs Tagen erreichten wir Ruby, und zwei Tage später,
nach insgesamt 660 Flusskilometern unser Ziel, das 600 Einwohner
zählende Galena. Von dort aus flogen wir (zwei Personen und
100 kg Ausrüstung) mit Frontier
Flying für knapp 600 Dollar nach Anchorage,
um noch eine Woche im Prince
William Sound zwischen Robben und Treibeis zu paddeln.
Gefahren
Die extreme Hitze des Sommers 2004 machte uns tagelang zu schaffen.
Ausreichendes Trinken war sehr wichtig. Täglich brauchten wir
bis 4l/Person. Das Wasser des Tanana und seiner Nebenflüsse
sollte wegen des "Beaver fever" Erregers immer mindestens
fünf Minuten abgekocht werden. Chemische Mittel sind laut US
Forest Service nicht 100%ig sicher.
Sleeper
und Sweeper können eine Gefahr darstellen. Logjams kommt man
manchmal schneller als erwartet nahe, wenn man z.B. gerade einen
Bären beobachtet. Kleine Sloughs können komplett durch
querliegende Bäume blockiert sein. Wind kann binnen zehn Minuten
aufkommen und schnell Wellen aufpeitschen, die über den Süllrand
ins Boot schwappen.
Wetter
Das Wetter in Zentralalaska war in der zweiten Junihälfte 2004
sehr heiß und trocken mit Temperaturen deutlich über
30 Grad Celsius. Wir hatten während der zweieinhalb-wöchigen
Flussfahrt bis nach Galena nur zehn Minuten Regen, als in der Ferne
ein Gewitter vorbei zog. Regelmäßig kam früh abends
ein frischer Wind auf, der sich gegen 22.00 Uhr wieder legte.
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